Plümmel, Bolle, Boppel, Tolle
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Wie die Bommel an die Mütze kam …

Hast Du Dich auch schon mal gefragt, wie die Bommel an die Mütze kam? … Ob Plümmel, Bolle, Boppel, Tolle, Pompom oder auch Pompon – die Bommel ist unter vielen Namen bekannt.
Aber kaum jemand weiß woher sie eigentlich stammt und wie sie an unsere Mützen kam.

Während Bommeln heutzutage meist nur noch modisches Accessoire sind oder an Kleidungsstücken trachtenähnliche Elemente bilden, haben die Pompoms an Mützen eine Funktion.

Die Geschichte der Bommel

Pudelmützen haben ihren Ursprung in der Seefahrt und der Fischerei. Die enganliegenden Mützen aus Wolle wehen auch bei heftigem Wind nicht vom Kopf und halten so schön warm.

Die Seemänner, Matrosen und Fischer, die viel unter Deck arbeiten mussten, hatten oben auf ihrer Wollmütze eine dicke Wollbommel.
Diese diente als Stoßdämpfer in den engen Räumen, in denen man sich häufig den Kopf stieß.

Blaue Pudelmützen gehörten sogar zur Erstausrüstung der Schiffsjungen in den Seemannsschulen.

Fischer im Fischereihafen Stralsund
Fotograf: Peter, Richard sen.
Lizenz: Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland“

Seemannsschulkurs: Lehrgang 108, 1961-62 SS Passat Travemünde
Fotograf: Endrick
Lizenz: Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland“

Die Bommel heute

Heutzutage dienen Bommeln überwiegend als Zierde.
Sie sind meistens kugelrund gearbeitet. Wenn sie langgestreckt oder pinselartig aussehen, werden sie als Quaste bezeichnet.
Verschiedene traditionelle Kleidungsstücke werden mit Bommeln oder Quasten versehen.
Im Mittelmeerraum werden beispielsweise handgeklöppelte, schwarze Tücher mit Quasten getragen, um Trauer um verstorbene Familienmitglieder auszudrücken.
Eine für uns sehr geläufige Form der Tracht mit Bommeln ist der Bollenhut aus dem Schwarzwald.

In anderen Ländern haben Bommeln auch einen anderen Kontext. So werden in England Pudelmützen sehr stark mit Nerds und Geeks verbunden, weil sie die ersten waren, die den Individualismus lebten und so einen Trend kreierten. Erst deutlich später Ende des 20. Jahrhunderts nahmen Modedesigner das Accessoire in ihr Portfolio auf, tauschten Wollbommeln gegen Fellpompoms und entwickelten so einen Luxusartikel, der aus den heutigen Kleiderschränken kaum mehr wegzudenken ist.

Wie die Bommel an Deine Mütze kommt

Um eine Mütze mit passendem Pompom zu haben, ist es am einfachsten, die Bommel aus dem gleichen Garn zu wickeln, aus dem die Mütze gestrickt oder gehäkelt wurde.
Von verschiedenen Herstellern – addi, Clover, Prym und einigen anderen – gibt es Schablonen in verschiedenen Größen, mit denen man die Bommeln einfach wickeln und dann schneiden kann.
Die Größenangaben beziehen sich auf die Größe der fertigen Bommel.
Die Bommeln im Bild wurden wurden aus Dochtgarn 100% Wolle und dem Pompom Maker von Glover in 85mm und in 65mm gefertigt.
Eine große Auswahl verschiedener Pompom Maker findest Du im Wunderladen in der Kategorie Zubehör.

Übrigens 😉

Der frühere Torwart der Färöer Fußballnationalmannschaft Jens Martin Knudsen trug während der Spiele immer eine Pudelmütze.

Mannschaftsbild der Färöer Inseln,
hi.v.li.: Jon Roi Jacobsen, Julian Johnsson, Oli Johannesen, John Petersen, Claus Jorgensen,
vorn v.li.: Jonhard Frederiksberg, Frodi Benjaminsen, Jakup a Borg, Suni Olsen,
Torwart Jens Martin Knudsen und Pol Thorsteinsson
Datum: 04.09.2004 / Copyright: imago/Pius Koller

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