Tipp für die Verwendung von Beillauffäden

Der Trick mit dem Knopf – für die einfache Verwendung von Beilaufgarn

Wenn man mehrere Garne gleichzeitig verstrickt oder verhäkelt, hat man häufig nach kurzer Zeit verknotete Fäden. Das macht das Häkeln und Stricken wirklich unangenehm. Doch dafür git es einen kinderleichten Trick, den ich hier gern erkläre.
Ein Knopf mit zwei oder mehreren großen Löchern wird wie auf dem Bild verwendet.
Die einzelnen Fäden werden durch die kleinen Löcher gefädelt. Beim Nachziehen des Garnes bleiben die Fäden schön parallel, weil sie sich durch den Knopf ganz gleichmäßig abwickeln.
Das funktioniert hervorragend für Beilaufgarne aber auch doppelfädig verstrickte Garne wie zum Beispiel Mohair.

Kaschmir – eine der exklusivsten und feinsten Wollarten dieser Welt

Kaschmirwolle, auch nur Kaschmir oder Cashmere genannt, ist eine Naturfaser, die aus dem Unterfell der Kaschmirziege per Hand ausgekämmt wird. Ihren Namen verdankt sie der Region Kaschmir im Himalaja. Schon circa 1000 vor Christus nutzten die hier lebenden Menschen diese weiche Faser, um sich vor Kälte und Feuchtigkeit zu schützen. Dank ihrer sehr feinen Struktur und ihrer außergewöhnlichen Eigenschaften wird Kaschmir auch noch heute für die Herstellung von hochwertiger, luxuriöser Kleidung verwendet.

Herkunft und Geschichte
Kaschmirziege weiß

Kaschmirziege weiß

Die Kaschmirwolle ist ein Naturprodukt von der Kaschmirziege, die ihren Ursprung in der gleichnamigen Region hat. Schon seit vielen Jahrhunderten wird in der Ursprungsregion im Pamirgebirge und im Himalaja Wolle aus Ziegenwolle hergestellt. In den westlichen Ländern verbreitete sich die von der Kaschmirziege stammende Kaschmirwolle aufgrund des Florierens der Handelsbeziehungen zwischen Europa und Asien im 18. / 19. Jahrhundert. Die ersten Artikel, die aus dieser Faser hergestellt wurden, ließen nicht lange auf sich warten. Auch in diesem Lande wurden damals schon Produkte aus Kaschmirwolle auf dem Markt angeboten.

Um zu gewährleisten, dass die Wolle der Kaschmirziegen so wächst, dass sie gut verarbeitet werden kann und über eine hochwertige Qualität verfügt, sind zwei Faktoren entscheidend. Diese sind zum einen harte Winter und zum anderen Höhenlagen von circa 4.000 Metern. Weiterlesen

Seide – Luxus auf der Haut

Seit jeher träumen die Menschen von edlen Gewändern aus kostbaren Materialien. Die Seide ist dabei seit vielen Jahrhunderten der begehrteste Stoff, aus dem diese Träume gemacht werden. Als echtes Naturprodukt, edel und mit vielen hervorragenden Eigenschaften ausgestattet, war sie zu allen Zeiten begehrt und – teuer!

Herkunft und Gewinnung von Seidenfäden

Die Gewinnung von Seidenfasern ist ein aufwändiger, zeit- und arbeitsintensiver Prozess.

Seidenspinnerraupe mit Kokon

Seidenspinnerraupe mit Kokons

Die Faser wird aus den Kokons der Seidenraupen gemacht, die diese für ihre Verpuppung spinnen. Das Abrollen der glatten, glänzenden und langen Faser ist ein Handwerk, das man schon vor Jahrtausenden in China kultiviert hat und das im 6. Jahrhundert auch Einzug nach Europa gehalten hat. Bevor man die Produktion von Seidenprodukten auch in Europa begann, wurden diese über die berühmte Seidenstraße von China nach Europa transportiert. China ist noch heute ein Haupterzeugerland für Seide, neben Japan und Indien.

Die Seidenfäden werden im Verarbeitungsprozess von den Kokons Weiterlesen

Erika Knight Wild Wool

Brennnessel – Das Leinen der armen Leute

Stoffe aus Brennnesseln gab es bereits vor Jahrtausenden. Irgendwie jedoch geriet „das Leinen der armen Leute“ aus dem Fokus der Textilindustrie. Erst aufgrund einer Baumwollknappheit zwischen 1980 und 2000 wurde der Rohstoff Brennnessel wieder interessanter für die Textilunternehmen.

Herkunft und Geschichte

Brennnessel wächst fast überall auf der Welt Weiterlesen

Finnische Garne gekauft bei Snurre.fi

#Alice_unterwegs im Wollgeschäft „Snurre“ in Helsinki

Mitten in der finnischen Hauptstadt liegen gleich mehrere Wollgeschäfte in fußläufiger Entfernung zueinander. Das in meinen Augen schönste hat schon den zauberhaften Namen „Lankakauppa Snurre“ – Wollladen Snurre.
Sehr klein aber wirklich wahnsinnig gepflegt und sehr schön sortiert, bietet man dort nicht nur die gängigen Markengarne sondern auch eine Auswahl finnischer Garne – lokale Spezialitäten also. Die Inhaber Anne und Mikko sind sehr nett und typisch finnisch unaufdringlich.

Website: www.snurre.fi
Land: Finnland  Stadt: Helsinki Karte
in Kürze: Kleines aber feines Wollgeschäft, das zielstrebig mit feinen Garnen bevorzugt von Handfärbern und aus hochwertigen Zusammensetzungen ausgestattet wird. Die Beratung ist liebevoll, kompetent und wie in Finnland üblich sehr unaufdringlich. Auch ein paar finnische Garne findet man im Sortiment.
Garnmarken (u.a.) Brooklyn Tweed, Cardiff, Frida Fuchs, Fyberspates, Gepard, Hedgehog Fibers, Katia, Lamana, Lichen and Lace, Madeline Tosh, Opal, Qing Fibre, Sandnes, Scheepjes, Suomen Lanka
meine Empfehlung: Wenn man besondere Garne zum Beispiel von finnischen Färbern sucht, sollte man an Lankakauppa Snurre nicht vorbei gehen.

4 Tipps gegen Pilling

Da stricken wir tagelang an einem tollen Tuch oder Pullover und nur kurze Zeit später ärgern wir uns über die unschönen Knötchen im Gestrick.
Mit diesen 4 Tipps beugen Sie der lästigen Fusselbildung vor:

  1. Beim Stricken auf die richtige Nadelstärke achten!
    Zu locker verstrickte Garne bilden leichter Knötchen. Deshalb ist es sinnvoll, die Nadelstärke entsprechend auszuwählen. Mit einer Maschenprobe finden Sie schnell heraus, ob das Gewirk zu locker wird und ob Sie gegebenenfalls eine kleinere Nadel verwenden sollten.
  2. Das richtige Waschen!
    Hochwertige Garne lieben Aufmerksamkeit. Der teure Kaschmirpullover und auch das feine Seidentuch werden weniger strapaziert, wenn sie per Hand gewaschen werden. Die Reibung in der Waschtrommel fördert die Knötchenbildung, also waschen Sie Ihre Lieblingsstücke besser per Hand und auf links gedreht.
    Manche Hersteller geben Maschinenwäsche als Waschanweisung an, bei Socken ist das aus hygienischen Gründen tatsächlich auch sinnvoll. Für alle gestrickten Textilien sollte der Trockner jedoch ein Tabu sein.
  3. Gönnen Sie dem Gestrickten eine Pause!
    Auch wenn wir unsere Lieblingsstücke am liebsten jeden Tag tragen möchten, tut ihnen eine Pause gut, denn dauerhafte Reibung fördert Pilling. Gönnen Sie Ihren Pullover und Accessoires einen Tag Pause, wenn Sie sie getragen haben. Hängen Sie die Teile locker auf, so daß Luft an sie heran kommt. Die Fasern können sich ein bißchen entspannen und wieder aufrichten.
  4. Das richtige Pflegemittel!
    Aggressive Waschmittel sind nichts für feine Fasern! Sie würden Ihr Gesicht ja auch nicht mit Waschbenzin reinigen. Sanfte und pflegende Waschmittel wie Eucalan oder auch Perwoll Care & Repair (kurz: Perwoll Gold) sind für die Bedürfnisse von Wolle und feinen Textilien entwickelt worden. Sie pflegen die Fasern und verhindern die Fusselbildung.

4 Tipps gegen Pilling: Das Tuch ist gewaschen und getragen und knötchenfrei.