Ein Tipp gegen kratzige Wolle

Warum kratzen manche Wollpullis? – Und was kann man dagegen tun?

Einweichen von Garn

Viele meiner Kundinnen prüfen mit dem Kuscheln-am-Hals-Test, ob Garne kratzen. Zuerst einmal sei gesagt: Die Empfindlichkeit gegenüber Wolle oder Fasern ist von Person zu Person unterschiedlich. Was für den einen sehr kratzig ist, stört den anderen gar nicht.

Wolle besteht aus verschieden langen und unterschiedlich rauen Fasern. Je nach Härte dieser Fasern kann deren spitzes Ende piksen. Feine und hochwertige Wollfasern wie Kaschmir und Merino sind weicher und damit sanfter zur Haut. Die Wolle nordischer Schafe ist deutlich härter.

Allerdings gibt es auch ein kleines Hausmittel gegen den kratzigen Wollpulli:
Jeweils ein Teelöffel Wollwachs (auch Lanolin genannt) und ein Teelöffel Spülmittel werden in einem knappen halben Liter kochendem Wasser in einer großen Schüssel aufgelöst. Danach wird die Schüssel mit lauwarmen Wasser aufgefüllt.
Über Nacht das Strickstück darin einlegen. Am nächsten Tag ausdrücken und trocknen lassen. Jetzt freut man sich über den „neuen“ Pulli zum Anschmiegen.

Zwei kleine Hinweise:
1. Wollwachs bzw. Lanolin gibt es in Apotheken und dem guten Fachhandel.
2. harte Garne aus z.B. Leinen oder Hanf können mit Wollwachs nicht weicher gemacht werden. Das Wollwachs ist natürlicher Bestandteil der Schafwolle und wird normalerweise vor dem Spinnen und der Weiterverarbeitung ausgewaschen.

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